Polizeiliche Kriminalprävention

Abzocke durch falsche Gewinnversprechen

Das Informationsblatt beschreibt verschiedene Methoden der Betrugsmasche Gewinnversprechen, die Betrüger in unterschiedlichsten Varianten anwenden. Das Grundmuster ist dabei immer das gleiche: Vor einer Gewinnübergabe werden die Opfer dazu aufgefordert, eine "Gegenleistung" zu erbringen, zum Beispiel eine Gebühr zu zahlen, eine kostenpflichtige Hotline (Telefondienst) anzurufen oder an einer Veranstaltung teilzunehmen. Im Informationsblatt sind Tipps enthalten, wie sich Bürgerinnen und Bürger vor solchen Betrugsdelikten schützen können.  

Vorsicht! Karten-Tricks!

Das Faltblatt weist auf Gefahren hin, die das bargeldlose Bezahlen mit Kreditkarte, ec-Karte oder per Lastschrift sowie der elektronische Zahlungsverkehr und die Nutzung von Zahlungskarten im Internet mit sich bringen. Es informiert, wie man sich vor dem Missbrauch der Zahlungskarte schützen kann und was zu tun ist, wenn eine Zahlungskarte verloren geht. Dazu werden die Telefonnummern der zentralen Sperrannahmedienste aufgeführt. Integriert ist auch ein "Notfall-Info-Pass" mit der Sperrnotrufnummer sowie der Möglichkeit, seine Kreditkarten- und Kontodaten einzutragen.  

Falschgeld - Wenn Kunden mit Blüten zahlen

Das Informationsblatt enthält Hinweise, wie Falschgeld zu erkennen ist, und erklärt die wichtigsten Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten. Beschrieben wird ein einfacher Schnelltest, mit dem schon bei der Entgegennahme an der Kasse falsche von echten Banknoten unterschieden werden können. Außerdem gibt es Tipps, was zu tun ist, wenn ein Kunde mit Falschgeld bezahlt.  

Skimming: Wie Ihr Konto "geplündert" wird ...

Der englische Begriff "Skimming" bedeutet "Abschöpfen" oder "Absahnen" und steht für eine Methode, illegal elektronische Daten von Zahlungskarten (girocard und Kreditkarte) auszuspähen. Nach stark steigenden Fallzahlen in den Jahren bis 2010 sind die Geldautomaten-Angriffe in den letzten vier Jahren rückläufig. Gründe für diesen Rückgang sind u.a. die flächendeckende Ausstattung der girocards und Geldautomaten mit dem Sicherheitsstandart EMV, die verbreitete Aufrüstung der deutschen Geldautomaten mit Anti-Skimming-Technologie, Aufklärung und Information der Bürger, gezielte Risikominimierungsstrategien der Banken und Sparkassen sowie die gute Zusammenarbeit aller am Kartengeschäft Beteiligten. Nach polizeilichen Erkenntnissen handelt es sich bei den Tätern überwiegend um organisiert vorgehende ausländische Gruppen.

Vorgehensweise der Täter:

Um in den Besitz der Kartendaten zu kommen, installieren die Täter vor dem Karteneinschubschacht der Geldautomaten ein manipuliertes Kartenlesegerät oder sogar eine vollständige Frontplatte. Diese manipulierten Kartenleser sind optisch dem Modell des Geldausgabeautomaten angepasst (gleiche Farbe, gleiche Aufkleber) und so hergestellt, dass die eingeschobene Bankkarte durch das illegale Lesegerät zum originalen Kartenleser weitertransportiert wird. So werden die Kontodaten ausgelesen und gespeichert, ohne dass die Bedienung des Geldausgabeautomaten beeinträchtigt und der Kunde misstrauisch wird. Um an die PIN zu gelangen, wird das Eintippen der PIN-Nummer mit einer Kamera oder einem Foto-Handy aufgezeichnet. Es gibt hierbei verschiedene Örtlichkeiten, die (Mini-)Kamera oder das Foto-Handy zu installieren:

- oberhalb der PIN-Tastatur wird eine speziell für den Geldausgabeautomaten-Typ passende Verblendung oder Leiste (Kameraleiste) angebracht. Die (Mini-)Kamera bzw. das Foto-Handy ist dann in der Lage, über einen längeren Zeitraum alle PIN-Eingaben an der Tastatur aufzuzeichnen.

- seitlich in einem manipulierten Prospekthalter

- an der Decke versteckt in einer Rauchmelderattrappe

 

Weitere Möglichkeiten zum Ausspähen der PIN bestehen durch:

- den Aufsatz einer täuschend echt wirkenden Tastatur-Attrappe

- ein Aufsatzkartenlesegerät mit integrierter Kamera.

Mit den auf kriminelle Art erlangten Daten werden Kopien von Zahlungskarten gefertigt. Damit können die Täter im (außereuropäischen) Ausland Geld von den Konten der Opfer abheben. Ein Einsatz der Kartenfälschungen an deutschen Geldautomaten ist aufgrund des sog. "MM-Merkmals" (moduliertes Merkmal; ein im Kartenkörper eingebrachtes, geheimes, maschinenlesbares Merkmal, dass von deutschen Geldautomaten geprüft und abgeglichen werden kann) nicht möglich.  

 

Weitere Präventiv-Maßnahmen zur Verhinderung von dolosen Handlungen finden Sie auf der Homepage der Polizeilichen Kriminalprävention.