Bankreise 2014

Sonnige Tage an der Algarve in Portugal

Am 15. Oktober war es soweit; am frühen Morgen starteten 30 reiselustige Kunden unserer örtlichen Volksbank zur diesjährigen Studien- und Erholungsreise an die Algarve. Mit der Lufthansa ging es kurz nach 11:00 Uhr in die Luft zu dem dreistündigen, mit leichten Turbulenzen versehenen Flug nach Lissabon, wo uns unsere Reiseführerin Paula gut gelaunt begrüßte. Mit einer Stadtrundfahrt erlebten wir Portugals Hauptstadt als eine Stadt voller Kontraste; schmale Gässchen, breite Alleen, schöne Parks. Im bekannten Belem-Viertel besuchten wir das Hyronimuskloster, eines der bemerkenswertesten Sakralbauten der Welt, wo sich u.a. auch das Grabmal des Seefahrers Vasco da Gama befindet. Auch das berühmte Entdeckerdenkmal mit Heinrich dem Seefahrer an der Spitze wurde aufgesucht, bevor wir uns am Platz Restauradores in kleinen Cafes oder Restaurants für die Weiterfahrt an die Algarveküste noch stärkten.

Bei der Fahrt quer durch die bunte Landschaft sahen wir die Vielfalt der Natur des Landes. Am frühen Abend erreichten wir in Alvor bei Portimao unsere "Bleibe" für die nächsten Tage: das schöne Hotel Dom Joao II., direkt am herrlichen Sandstrand gelegen. Nach dem Abendessen mit einer großen Menuauswahl waren sich alle einig: hier sind wir bestens untergebracht, da auch alle Zimmer einen Balkon mit Meerblick hatten.

Am ersten Tag waren Silves und das Monchiquegebirge die Tagesziele. Die Fahrt ging durch Korkeichen- und Eukalyptuswälder, vorbei an Orangenhaine zunächst nach Caldas de Monchique, eine von den Römern erschlossene Mineralwasserquelle, wo Trinkkuren durchgeführt und Trinkwasser abgefüllt werden. Bei der Weiterfahrt zum Fola, dem mit 902 Metern höchsten Gipfel der Provinz, wurden die Wolken immer dichter, sodass der herrliche Ausblick auf die Täler bis zur Küste entfiel. Dennoch war es interessant, wenn sich doch mal die Sonne durch die Wolken drückte und schöne Ausblicke erlaubte. Bei der Rückfahrt besuchten wir in Silves, wo einst Phönizier und Mauren lebten, die Maurenburg mit einem atemberaubenden Ausblick auf das fruchtbare Umland. Auf dem Weg zur heißersehnten Weinprobe gab es noch einen Stopp in einer Töpferei, wo die für Portugal bekannten bunten, meist blauen Kacheln produziert und bemalt werden. Vor der Weinprobe machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Weinberge des Weingutes, wo schon geherbstet war. Und dann ließen wir uns gute Weiß-, Rose- und Rotweine der Vorjahre mit Tapas schmecken.

Am Freitag stand ein Schiffsausflug auf dem Programm. Im Hafen von Portimao erwartete uns die Crew der "Santa Bernarda", einer Zweimasten-Segel-Karavelle und Nachbildung des Schiffes, das 1485 entlang Afrikas bis zum Kap der Guten Hoffnung segelte. Bei Sonnenschein aber atlantischem Wind erlebten wir eine "lebendige" Fahrt entlang der herrlichen Feldküste. Wegen des starken Windes musste die eingeplante Fahrt auf kleinen Booten in die für die Algarve bekannten Grotten entfallen. Alle waren beim anschließenden Bummel durch Partimao froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben !

Auf Entdeckungstour an der Ostalgarve - so hieß das Thema am 18.10.. Zunächst besuchten wir Faro, die Hauptstadt der Algarve mit Bischofssitz und Universität. Anschließend brachte uns Jose in seinem bequemen Bus nach Travira, eine geschichtsträchtige und typisch portugiesische Stadt mit einer Burg, einer Steinbrücke aus der Römerzeit und kunstvolle Schornsteine an den meist weißen Häusern. Zum Abschluss erwartete uns in Almancil ein unscheinbarer Juwel: die kleine weiße Kapelle Sao Laurenco, die innen nur mit blau-weißen Kacheln aus dem 18. Jahrhundert gestaltet ist.

Am Sonntag war dann ein Ruhetag (wie auch zwei Tage später) notwendig, um bei schönstem Sonnenschein das Erlebte nochmals nachzuvollziehen oder im wunderbaren Hotelpark mit Pool bei 32 Grad zu relexen. Der eine oder die andere gingen zum Einkaufen !

Die letzte Ausflugsfahrt führte die überaus gut gelaunte Reisegruppe nach Westen über Sagres, vorbei an den unvergesslichen Felsformationen an der Steilküste Ponto da Piedade (Riff des Erbarmens). In Sagres unterhielt einst Heinrich der Seefahrer seine berühmte Seefahrerschule und machte die Algarve zur Wiege europäischen Entdeckergeistes. Auch der südwestlichste Punkt Europas, Cabo Sao Vicente, der 62 Meter hoch aus dem Meer ragt (ein Felsklotz aus Carbonschiefer), besuchten wir. Interessanter Abschluss war der Besuch von Lagos, eine der größten Städte der Algarve. An der Uferpromenade mit ihren Palmen fühlte man sich wie an der Cote d´Azur. Paula zeigte uns schöne Fleckchen der Stadt, auch die Einkaufstour machte Freude. Zum Abschluss der Fahrt bedankte sich unser Reiseleiter Klaus Goerke bei Paula für die interessanten, kompetenten und stets lustigen Führungen und bei unserem Busfahrer Jose für sein ruhiges, sicheres Fahren und überreichte beiden eine "Trinkgeldtüte".

Gerne hätten wir die Verlängerung des Streiks bei der Lufthansa erlebt, um noch ein paar Tage länger am Strand von Alvor bleiben zu können. So war der 22. Oktober gekommen und um 06:30 Uhr ging es wieder zurück nach Lisboa. Auf der Fahrt überreichte Irmgard Windbühl Klaus Goerke nach einem Gedichtvortrag das Band zum letztjährig verliehenen Orden als Reiseführer und Horst Kreuzinger dankte Klaus mit netten Worten für die unvergesslichen schönen Tage an der Algarve.

Deutschland begrüßte in Frankfurt die Algarvefans mit kaltem Wind und 10 Grad Celsius !!

Reisegruppe