Bankreise der Volksbank Stutensee-Weingarten führte vom 24.10. - 31.10.2016 nach Apulien

Für die 20. Studien- und Erholungsreise der Volksbank Stutensee-Weingarten wählte Klaus Goerke Italiens Süden aus, wo römische und griechische Antike eng verbunden ist mit der Geschichte des berühmten Staufers Friedrich II., ein Enkel Barbarossas. Aber auch die herrliche Landschaft mit seinen Oliven- und Pinienhainen ist einzigartig.

Nach unserem Flug Stuttgart - Bari starteten wir direkt in Bari mit der Besichtigung. Es ging zunächst vorbei am mächtigen Casel Svevo durch die Altstadt zur Basilika San Nicola, wo die Gebeine des Hlg. Nikolaus ruhen, die 1087 von 62 apulischen Seeleuten aus Myra geraubt wurden. In den Gässchen sahen wir Frauen, die mit geschickten Griffen aus Pastateig die „orcchieten, ohrenförmigen“ Nudeln formten.

Immer um 8:30 Uhr starteten wir von unserem Hotel in Torre Canne mit dem Bus zu den interessanten Tagesausflügen. Am Dienstag fuhren wir nördlich zu einer Hügelkette (Murge) aus Muschelkalk, die sich mitten durch das Land von Nord nach Süd zieht. Durch Erosion und Regenwasser haben sich in 90 Mill. Jahren weitläufige, märchenhafte Grottensysteme gebildet, von denen wir die Castellana- Grotte, die größte und schönste, besuchten. Fasziniert waren alle 45 Teilnehmer von den Höhlen, Stalagtiten, Kristallen und Stalagniten.

Nicht weit war es anschließend bis nach Alberobello, die Stadt der Trulli. Sie sind das Wahrzeichen Apuliens und UNESCO Weltkulturerbe: weiße, runde Häuschen aus Steinplatten mit einem unechten Gewölbe und den typischen Zipfelmützchendächern. Auf der Fahrt nach Ostuni machten wir noch Stop in einer Ölmühle, wo die heimischen Oliven verarbeitet werden und verschieden Ölsorten zum Verkauf angeboten wurden. Von einer Terrasse in Ostuni hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Ebene mit den Olivenbäumen bis zur 5km entfernten Adria und auf die Altstadt, wo wir u.a. auch die barocke Oronzo-Säule sahen.

Nach einem Ruhetag ging es am Donnerstag in den Norden in die Basilikata. Auf der höchsten Stufe der Murge liegt Altamura, die Stadt des Brotes. Dort wurde 1232 von Friedrich II. eine Kathedrale eingeweiht mit dem großartigsten gotischen Portal in Italien. In der Brotstadt wird die „Pana di Altamura“ in holzgefeuerten Öfen gebacken. Auf der Fahrt nach Matera informierte uns unsere Reiseleiterin über die Geschichte ihrer Heimat. Von einem Hochplateau bestaunten wir die Altstadt von Matera mit den Sassi, aus weichem Tuffstein geschlagene Höhlenwohnungen, in den noch bis zu den 60er-Jahren 20 00 Menschen wie Ölsardinen hausten. Matera wurde 1993 auch zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Die beiden letzten Besuchstage waren geprägt von interessanten Besuchen von schönen Kathedralen, teils in romanischem, gotischen oder barockem Stil. Die Pracht der Gebäude verdankt die Stadt Lecce der goldgelben „pietra Leccese“, einer porösen Gesteinsart. In Otranto, an der antiken Via Appia gelegen und auch als „Tor zum Orient“ bekannt, erlebten wir in der romanischen Kirche Santa Maria Annunziata ein 800 qm großes Bilderbuch aus 600 000 bunten Kalksteinchen als Boden der Kirche.

Bei schönen Wetter mit 20 Grad fuhren wir am letzten Besuchstag nach Norden bis Barletta, Trani und im Landesinneren zum bekannten Castel del Monte, 1194 – 1250 auch von Friedrich II. im „goldenen Schnitt“ auf achteckigem Grundriss erbaut, seit 1996 Weltkulturerbe. In Barletta schlenderten wir u.a. zum Koloss, einer über 5 Meter hohen Statue aus Bronze, die in Konstantinopel im 5. Jhdt. gegossen wurde. In Trani prägt die „Königin“ der Kathedralen San Nicola Pellegrino das Bild des Hafens.

Bei schönem Sonnenwetter genossen wir den letzten Ruhetag am Swimmingpool des Hotels und mit einem Strandspaziergang. Am Abend saßen wir alle in der Bar zusammen und plauderten über die letzten Tage und die nächste Reise. Als nächstes Reiseziel wurde Korfu diskutiert, was große Zustimmung fand.

Am Montag kamen alle nach gutem Flug am Nachmittag wieder im schönen Weingarten an. Auf der Heimfahrt dankte Berthold Buchholz im Namen aller Klaus Goerke für die Vorbereitung und Organisation dieser schönen Reise.

 

(Bericht Klaus Goerke)